eibenholz runen

Welche Erfahrungen habt Ihr? Was kann man wie machen?

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eibenholz runen

Beitragvon Istivania » 03.08.2006, 15:15

nach dem ich bei natur materialen beschrieben haben was man bei eibenholz beachten sollte. hier nun ein kleiner erfahrungsbericht über mein runensetz aus eibenholz.



eibenholz vom charakter her: man mus es mögen. eibe gibt im orakel bereich sehr klare antworten, messerscharf wie man sagen kann. nicht immer ist erfreulich was dabei herraus kommt. es ist jedoch von der handhabung her mit das königsholz unter den runenhölzern.



der weg zu meinen set

das holz, ich habe mein eibenholzblock durch zufall bekommen auf einem mittelalter markt, wo ein schreiner restholz verkauft hat.

ich habe mir von meinen schreiner zuhause den block in kleine plättchen schneiden lassen. denn zum selber schneiden war mir das holz zu hart.

bin dann mit einem schleifpapier hingegangen und habe die kanten und ecken abgefeilt. hier bemerkte ich auch wie hart das holz wirklich ist! mein verbrauch an schleifpapier war enorm! im anschluss suchte ich mir je nach masserung und charakter der runen die einzelnen plätchen für die jeweilige rune herraus. mit einem brennkolben der speziell für einbrennarbeiten gedacht ist, die runen eingebrannt. anschließend mit bienenwachs behandelt und fertig.



für all jene die auch selber sich ein eibenset machen wollen. einige ratschläge.



eibenholz ist hart! wirklich!! wenn ihr selber sägt und sei es nur von einem ast die schreiben dann rechnet viel zeit ein! und nicht auf geschwindigkeit sägen, hilft bei eibe nichts! es sei den ihr nehmt eine elektronische säge.



das gleiche für die bearbeitung. lieber ein schleifpapier zu viel als zu wenig gekauft. ich muste einmal nachkaufen. egal ob man die aus dem blockausschneid metode wie ich sie habe oder vom ast eine schreibe abschneiden hat, die oberflächen sollten immer leicht geschliffen werden um eine ebene fläche für die rune zu bekommen.



die runenzeichen selber.

hier scheiden sich die geister.

ich habe sie mit einem brennstab eingebrannt. vorsicht hier! dieses geräht wird wirklich heiß!! alles leicht brennbare sollte weit weg vom arbeitsplatz verbannt werden.

es gibt noch die möglichkeit mit farben zu arbeiten oder die zeichen einzuritzen. beim ritzen oder schnitzen würde ich vorsichtig sein wegen der härte des holzes.



ob ihr die runen am ende weiht, in einem ritual auf euch einstimmt oder einfach mit freude darauf los arbeitet. bleibt dem gefühl überlassen. ich habe kein ritual gebraucht, allein die arbeit daran hat so viel freude und spaß gemacht, das viel davon in die runen eingegangen ist. :D
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Beitragvon hugin089 » 03.08.2006, 18:39

kann ich nur bestätigen!

eibe ist SEHR hart!!!

also das ritzen halte ich für fast unmöglich. ich habe mir selbst einen eiben-ast geschnitten und der kern des astes ist so brutal hart, dass man da selbst mit richtig guten skalpellen nicht ran kommt, zumindest nicht, ohne abzurutschen.



markiert hab ich meine runen ebenfalls mit hitze, allerdings etwas anders...

via lötkolben und einem stabilen eisendrat hab ich die geraden eingebrannt, hat sehr gut funktioniert und war auch nicht großartig gefährlich - brennfeste unterlage war halt gold wert ;-)
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Beitragvon Rati » 14.08.2006, 13:49

zum sägen harter Hölzer hätte ich noch nen Tipp. Benutzt am besten eine sogenannte japanische Säge. Die sägt bei der Schubbewegung und nicht wie bei üblichen Sägen bei der Zugbewegung, geht tatsächlich einfacher und macht glattere Schnittflächen.



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Beitragvon AWS » 14.08.2006, 17:50

Hallo Leute,



der Rat von Rati ist nicht so ganz richtig. Japanische Säge sind sehr scharf und schneiden alles wie Butter, vorausgesetzt, man hat das richtige Sägeblatt. Es gibt da unterschiede für Schnitte quer und längs zur Faser. Aber beide Zahnformen werden auf Zug angesetzt und nicht auf Stoß oder Schub wie Rati es sagt.

Na ja, man muss ja nicht immer recht haben, oder?



Gruß



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Beitragvon heimdall » 14.08.2006, 18:27

Man kann aber auch eine herkömmliche Feinsäge benutzen.Eine die weder auf Schub noch auf Zug geschränkt ist.Ich hab eine solche benutzt und hab damit ziemlich saubere Schmittkanten hinbekommen.Aber ich muß dazu sagen das ich es gelernt hab.Doch mit etwas übung bekommt das fast jeder hin.



Gruß Heimdall
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Re: AWS

Beitragvon Rati » 15.08.2006, 07:54

AWS hat geschrieben:Hallo Leute,



der Rat von Rati ist nicht so ganz richtig. .....Na ja, man muss ja nicht immer recht haben, oder?



Gruß



AWS




nee muß mensch nich. :wink:

bin auch kein Werkzeugfachmann, meine Freundin ist Restauratorin und ich darf ab und zu ihre sehr gut ausgerüstete Werkstatt benutzen. Sie hat es mir mal erklärt, aber kann schon sein das ich mal wieder nicht so richtig zugehört habe (kommt leider immer wieder mal vor). Ich frag noch mal nach.



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Beitragvon hugin089 » 17.08.2006, 20:55

ich hatte eine stink normale laubsäge und es hat super funktioniert. klar musste ich noch mit dem groben schmiergelpapier da ran, aber das ergebnis kann sich meiner meinung nach sehen lassen.
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Beitragvon Rati » 20.08.2006, 15:44

Rati hat geschrieben:zum sägen harter Hölzer hätte ich noch nen Tipp. Benutzt am besten eine sogenannte japanische Säge. Die sägt bei der Schubbewegung und nicht wie bei üblichen Sägen bei der Zugbewegung, geht tatsächlich einfacher und macht glattere Schnittflächen.



Rati




War natürlich Quatsch was ich erzählt habe :roll:



Also hab meine Liebste noch mal gefragt und sie sagt: die japanisch Säge sägt nur auf Zug. Das hat den Vorteil das sich beim Sägevorgang das Blatt nicht verklemmt. Es gibt sogar verschiedene Blätter um queer oder längs der Faserrichtung zu sägen.

So mehr hab ich mir nicht gemerkt 8) und im übrigen find ich auch das ne stink normale Laubsäge genau so gut funktioniert, wie hugin schon schreibt.
Zuletzt geändert von Rati am 23.08.2006, 07:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon anla-sa nausuz » 22.08.2006, 20:59

wo ihr grade von sägen sprecht: wisst ihr wo man sich für wenig geld eine relativ vernünftige säge kaufen kann? ich hab nämlich keine. das stellt natürlich irgendwie ein problem da... :oops:
Die Eibe ist im Winter grün, es knistert wo es brennt.
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Beitragvon Istivania » 22.08.2006, 21:46

anala da wirst du ein problem bekommen den die wirklichst billigst sägen sind schlicht weg schrott. leider. da wirst du wenn du etwas sägen willst schnell vor einer kaputten säge stehen.

wenn du wirklich kein geld hast dann lasse zusägen. meine schönen eiben plätchen da hat das zusägen 10 Eu gekostet. ich hatte keinen stress, keinen dreck und muste keine säge kaufen.

den ich habe auch nicht das geld für eine halbwegs vernünftige säge.



ok wobei die hier genannten japansägen schon profi werkzeug sind, die empfehle ich wirklich nur wenn du in die runen produktion eingehen willst oder noch mehr nebenher sägen willst. :wink:
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Beitragvon Rati » 23.08.2006, 07:31

ich möchte mich Istivania anschließen was die Billigsägen angeht. Ich denke aber, das für das zusägen eines Runensatzes eine billige Säge grad noch so ausreicht, damit wäre deren Lebenszeit aber warscheinlich auch schon erschöpft.

Idee eines nicht - Profis: Vielleicht kannst du ja kombinieren also z.B billiges Laubsäge und dann extra etwas teurere (ist teuer = besser? ) Sägeblätter kaufen.

Was sagt den der Tischler (heimdall) dazu?



Gruß Rati
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Beitragvon AWS » 23.08.2006, 14:04

Hey Leute,



da Heimdall zur Zeit nicht online ist, antworte ich mal. Der Tipp von Rati, die Schnitte mit einer Japansäge durchzuführen ist absolut zu favorisieren. Solche Säge gibt es teilweise auch schon bei Holzlieferranten oder beim Werkzeughandel. Eine Topp-Adresse ist die Firma Dick www.dick.biz . Sollte ihr euch da nicht zurechtfinden, kann ich euch die Dozuki-Mini empfehlen, der Preis liegt bei ca. 20,00 €. Wenn ihr diese Sägen einmal ausprobiert habt, benutzt ihr nicht anderes mehr. Der Schnitt benötigt kaum einer nennenwerten Kraftanstrengung und ist so sauber, dass die Fläche kaum noch geschliffen werden muß.



Wenn es euch zu unbehaglich ist, leihe ich euch gern einmal meine Säge aus.



Gruß



AWS



P.S. Ich habe keinen Vetrag mit Fa. Dick. Das Werkzeug ist einfach super.
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Beitragvon Rati » 23.08.2006, 14:12

Von Dick schwärmt meine Liebste auch, sie kann stundenlang sehnsuchtsvoll seufzend im Katalog herumblättern :wink: (ihre Sägen sind auch von da)
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