Runen aus Knochen

Welche Erfahrungen habt Ihr? Was kann man wie machen?

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Runen aus Knochen

Beitragvon Kerzenwachs » 14.12.2006, 19:32

Was haltet Ihr davon und hat jemand Erfahrung damit gemacht?



Ich wollte mir gerne Knochen vom Ochsen besorgen, von einem Schlachter der nicht grossbetrieblich arbeitet. Und aus diesen Stuecken entweder Staebchen oder Scheibchen basteln.

Denn soweit ich weiss, ist dies auch ein sehr altes Verfahren, um von Mimirs zu schoepfen.



Das Problem was ich dabei sehe, ich kann mich nicht persoenlich bedanken.. bezeihungsweise, dieses Tier ein Ableben zu bereiten. Mag zwar krass klingen, aber ich denke, all jene die das Geben und Annehmen zu verstehen wissen, wissen was ich meine.

Es wuerde der Bezug fehlen, etwas zu geben ausser "Geld".



Ist das pervers in Euren Augen, Runen aus Knochen vom Tiere zu machen oder findet Ihr es interessant? Habt Ihr Anregungen daraufhin?



Wenn ein jemand damit Erfahrung machen konnte, wuerde ich mich freuen...



Alles Gute!
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Beitragvon Atropos » 14.12.2006, 20:59

Runen aus Knochen wären jetzt nicht so mein persönlicher Geschmack. Abzulehnen sind sie sicher nicht. Es gibt viele Kulturen, die Knochen für Kultzwecke verwenden. Und mach dir keinen Kopf, daß du an dem Tod des Tieres Schuld seiest. Es ist sicher nicht dafür gestorben, um seine Knochen für Runen hinzugeben. Wenn es ein anständiges Leben hatte, ist das o.k. Ein direkter Dank an das Tier ist sicher nicht möglich, es sei denn die kriegst Kontakt zu seinem Geist. :wink: Ich denke auch es genügt, denen zu geben, die eine Gabe benötigen. Allzu buchhalterisch sollte man das sicher nicht sehen. Hauptsache die "Bilanz" ist ausgeglichen. :lol:
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Beitragvon Rati » 15.12.2006, 12:39

Ich kann gut verstehen was du meinst. Ich versuche auch immer den gesamten Prozess zu leiten und wenn ich Knochen verwenden wöllte, wäre es mir auch am liebsten wenn ich das Tier getötet hätte. Ich kann dir noch eine andere Variante anbieten, die eine Lösung darstellen könnte.



Ich habe die Knochen welche ich brauchte (allerdings ging es da um Werkzeug - Schulterblätter als Schaufel) im Wald gesucht und gefunden. Hauptsächlich findet mensch Knochen von Rehen und dann meist Schulterblätter, Beinknochen und Schädel. Die liegen natürlich nicht zu Hauf am Wegesrand, aber wenn du dir Zeit läst und ein wenig tiefer suchst wirst du auch fündig. Bei diesen Knochen, kannst du auf jeden Fall davon ausgehen, das die Tiere im natürlichen Kreislauf aus dem Leben geschieden sind und nicht irgend einem menschlichen Zwang unterworfen wurden.

Diese Knochen sind dann zwar nicht mehr so schön weiß, aber wenn du Queerschnitte anfertigst und die Stücke schön schleifst kommen vielleicht schönere Strukturen zum Vorschein als bei Schlachtknochen.
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Beitragvon Istivania » 16.12.2006, 07:04

hm also ich habe keine runen aus knochen aber interresant währe es sicher.



ich sehe das ganze mal von der praktischen ebene. wenn du knochen vom schlachter nimmst must du diese erst aufbereiten, weil nur abkochen ist nicht! sonst stinken die ganzen teile nach einiger zeit!

also informiere dich wie du knochen haltbar machen kannst!



was nun die sprituelle seite angeht. klar bedanken kannst du dich bei den tier nicht. aber das tier wurde gezüchtet um gegessen zu werden. wenn du schon einmal versuchst nicht zu einem großschlachter zu gehen sehe ich das ganze schon einmal als sehr vorteilhaft an. weil klein metzger kaufen auch nur bei bauern wo sie wissen was sie geliefert bekommen.



das im wald finden ist bestimmt eine schöne sache aber benötigt zeit und auch die knochen würde ich ohne genaue reinigung nicht gleich verwenden. ich möchte hier an fuchsbandwurm erinnern.

ich gebe zu ich bin schon oft durch den wald gelaufen aber etwas gefunden habe ich noch nie in der richtung. wobei du auch hier bei deinem örtlichen jäger nachfragen kannst ob du knochen aus der letzten jagt bekommen kannst. da kannst du wenigstens sicher sein das das tier bis zum letzten moment in der freihen natur war. :)



und wer jetzt was gegen jäger sagt dem möchte ich sagen so lange bären und wölfe die natürlichen feinde der rehe nicht in deutschland sind und zwar in ausreichender zahl mus der mensch eingreifen sonst geht der wald kaputt. :wink:
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Beitragvon Kerzenwachs » 18.12.2006, 12:00

Die Idee mit dem sammel laesst sich sehr schoen verbinden um mit den Zwergen in den Baeumen zu sprechen, finde ich gut. Kam aber selbst nicht darauf. Sicherlich ist da das Problem des Verwesungsprozesses.. sauber koennte man sie schon bekommen, da gibt es ja Mittel und Wege.



Wegen dem Fuchsbandwurm; ich will ja nicht an den Dingern herumlutschen. ;)



Ich weiss nicht ob ich unseren Jaeger fragen mag, der ist so grimmig und hat nen grossen schwarzen Hund. Also der motzt nur... doch werde ich mal darum beten das ich einen Weg zu solch einen Finden werde, und mit ein wenig Glueck werden die Nornen mir den Wege zu einem Zusammentreffen weisen.



Man koennte sicherlich auch schoene Staebe daraus basteln.... aber ersteinmal Kontakt zu haben.



Danke und alles Gute!

Marco
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Beitragvon Rati » 18.12.2006, 12:37

also wer sich Sorgen um Fuchsbandwurm oder ähnliches macht, kann die Knochen ja noch mal mit heißem Wasser übergießen.



Istivania hat geschrieben:und wer jetzt was gegen jäger sagt dem möchte ich sagen so lange bären und wölfe die natürlichen feinde der rehe nicht in deutschland sind und zwar in ausreichender zahl mus der mensch eingreifen sonst geht der wald kaputt.




Auch hier gibt es wie in jedem Bereich solche und solche. Zufällig hatte ich letzten Freitag ein Gespräch mit einem Jäger, der das darstellt was ein Jäger meiner Meinung nach sein soll, nämlich ein Heger in seinem Revier der um ein ökologisches Gleichgewicht bemüht ist.

Es gibt aber auch die anderen (laut Aussage meines Gesprächspartners leider immer mehr) denen das föllig egal ist. Denen es nur um den Kitzel der Jagt geht, die sich einen Sch.. darum kümmern ob sie zB die Leitbache einer Rotte abknallen (war das Beispiel des Mannes, wenn ihr wollt erzähl ich gern noch mal ausführlich) und die auch nicht davor zurückschrecken Tierarten anzusiedeln nur weil die Jagt darauf besonders spannend ist.

Aber im Prinzip hast du natürlich recht Istivania.
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Beitragvon Kerzenwachs » 18.12.2006, 14:49

Stimmt in allem. Ich finde auch das solche Jaeger dei den Bestand halten um ein "Gleichgewicht" halten zu koennen, durchaus akzeptabel sind. Aber jene die aus Fun gestoert durch den Walde pirschen... sollten mal kraeftig vor nem Baum laufen. Denn ich denke jene haben ihre Aufgabe verfehlt. Leider.... ich finde es traurig.
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Beitragvon Atropos » 18.12.2006, 17:41

He Kerzenwachs, keine Angst vor'm großen schwarzen Hund, is auch nur'n Mensch. :wink: Und wenn der Jäger ein Muffelkopp ist, laß es draufankommen. Mehr als muffeln kann er nicht. Und wer weiß, vielleicht ist es sogar ein Bruder im Geiste?



Was ihr über die Jagd gesagt habt, sehe ich auch so. Das bestärkt mich wieder einmal darin, daß Privatleuten Besitz und Gebrauch von Waffen nicht erlaubt sein sollte. Genauso wenig wie das Ansiedeln von Tieren einzig zu dem Zweck, sie abzuknallen.



Vom edlen Waidwerk hab ich herzlich wenig Ahnung, aber ich fand es schon merkwürdig, daß professionelle Bärenjäger den Bruno nicht erwischt haben, solang es noch um einfangen ging. Aber kaum war er zum Abschuß freigegeben, war er auch schon gestellt. :? Ich dachte schießen ist schießen, egal mit was für einem Gewehr.
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Beitragvon Soulslayer » 19.12.2006, 00:47

Das mit dem Ansiedeln ist schlicht und einfach pervers. Zum Kotzen.



Mein Großvater hat früher immer diese Vogleviecher... wie heißen die nochmal... *schnell-googeln-geh'*... ah ja, Auerhähne abgeknallt nur damit er sich dessen Federn (wörtlich) hat an den Hut stecken können.

Ich frage mich wie es den Typen gefallen würde, würde man den Spieß einfach mal umdrehen.



Tiere sind intelligenter als so mancher Mensch heutzutage annimmt. Wir habe z.B. auch Hochlandrinder und da sagen immer alle Leute, wie bösartig die doch sind. Pustekuchen. Auf unsere kann man sich sogar raufsetzen wenn sie liegen. Total zahm. Wenn man Tiere gut behandelt tun sie einem auch nichts (Krokodile etc. mal ausgenommen). Bei uns sterben die Tiere alle an Altersschwäche; bis auf die Stiere der Hochlandrinder, die wir meistens schlachten; allerdings auch nur wenn sie sich sonst irgendwie nicht verkaufen lassen.
"Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es." – Bertrand Russell

"Es gibt keine Sünde außer Dummheit." – Oscar Wilde
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Beitragvon Istivania » 19.12.2006, 09:37

klar bei jägern gibst solche und solche.... aber wo gibts das nicht? :wink:
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Beitragvon Rati » 19.12.2006, 09:38

da wir hier wieder - wie könnte es anders sein- vom eigentlichen Thema abweichen, hab ich mal in der Quatschecke ein neues aufgemacht, und die Beiträge mit eingefügt.
Rati
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