Glauberg in der Wetterau

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Glauberg in der Wetterau

Beitragvon donaldson » 28.06.2007, 08:28

Nachdem ich vorletzten Sommer mir das Gebiet angesehen habe, ist die Ausgrabung dort weiter gegangen. Es handelt sich um einen sehr großen Grabhügel, in welchem das 1,86m große Standbild eines keltischen Fürsten gefunden wurde. Diese Bundsandsteinfigur ist fast vollständig erhalten, wiegt 230 kg. Jetzt wird am Glauberg ein Museum gebaut. welches sich gut in die Landschaft einpassen soll.



Daneben gibt es einen zweiten Grabhügel und eine langee Prozessionsstraße. In letzter Zeit hat man 17 etwa 30 cm dicke, rechteckige Pfosten, welche mal 8 m hoch gewesen sein sollen, ausgegraben. Inzwischen wurde nachgewiesen, dass es sich bei den Pfählen zusammen mit etlichen Gräben um ein raffiniet angelegtes keltisches Kalendarium handelt, welches in Europa einzigartig ist.



2005 hat man 5 Kegelstumpfgruben ausgegraben und 20 Skelette aus der Zeit des Keltenfürsten gefunden (500 vdZ). Es ist unklar ob es sich um rituelle Menschenopfer, Epedemieopfer oder Opfer eine Masskers handelt.



Schaut mal auf die Seiten www.glauberg.de und www.keltenfuerst.de
Zuletzt geändert von donaldson am 29.06.2007, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.
Einen Saal sehe ich, sonnenglänzend, mit Gold gedeckt, zu Gimle stehn: wohnen werden dort wackere Scharen, der Freuden walten in fernste Zeiten.
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Beitragvon Rati » 28.06.2007, 13:20

das werd ich mir mal anschauen.



Ich hab ab und zu mal in der Nähe von Gießen zu tun. Glauberg liegt da ja ganz in der Nähe.
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Beitragvon donaldson » 28.06.2007, 22:06

Man kann eine Führung buchen. Das macht jemand von der Forschungsgruppe der Universität Mainz. Man trifft sich an dem noch kleinem Museumsbau im Städtchen und geht später zusammen auf die Hügel. Ich fand das sehr lohnend, man sieht die Dinge ganz anders, wenn man Erklärungen dazu hat. Und schaue Dir auf jeden Fall das gegenüber liegende Plateau an, wo früher die Siedlung war. Das gesamte Tal wurde von den Kelten als Wasserreservoire angelegt. Ich hatte meine geomantischen Hilfsmittel dabei, die aber erst zum Einsatz kamen, nach dem keiner der Wissenschaftler mehr in der Nähe war. Dieser Platz ist sehr stark.



Wenn Du es schaffst, fahre hin. Du wirst einen schönen und interessanten Tag haben.



Viele Grüße, Donald
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Beitragvon Rati » 29.06.2007, 06:01

Danke für die Hinweise. Ich werde berücksichtigen das ich mehr als nur zwei Stunden Zeit einplanen sollte.
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Beitragvon Soulslayer » 29.06.2007, 19:36

Du solltest bei deinem Link im 1. Beitrag (www.keltenfürst.de) das "ü" mit einem "ue" ersetzen.
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Beitragvon andi » 30.06.2007, 06:35

Soweit ich weiß ist es auch in Planung das Glasdach des ICE Bahnhofs FfM Flughafen über das Grabungsgelände zu setzten da am Flughafen das ganze ja mit der neuen Airport Klinik etc.überbaut werden soll.
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Beitragvon donaldson » 30.06.2007, 08:34

In Glauburg wartet man so ungeduldig auf den Museumsbau, weil erst nach der Fertigstellung das Original des Keltenfürsten aus dem Darmstädter Museum zurückkehren wird. Die Modelle sind der Bürgerversammlung vorgestellt worden. In der Beschreibung wird von einem einzigartigem Gebäude gesprochen, das "sich im Querriegel so in die Landschaft fügt, dass vom Panoramafenster und dem begehbaren Naturdach ein grandioser Blick über Keltenhügel und Prozessionsstrasse und die Landschaft möglich ist." Außerdem wird das Forschungszentrum ausgebaut, man spricht von der "keltischen Akropolis".



Und: wenn Ihr ein Bild des Keltenfürsten anseht, es sind keine Mickeymouseohren, es handelt sich um einen stilisierten Mistelkranz.
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Beitragvon donaldson » 26.07.2007, 11:07

Heute, 26.07.07, in der Frankfurter Rundschau



Umzug



Der Keltenfürst vom Glauberg soll ein eigenes Museum bekommen. Die 2500 Jahre alte Steinstatue, 1,86 Meter hoch und 230 Kilogramm schwer, wurde 1996 in Glauburg ausgegraben und soll nach Plänen des Landes an ihrem Fundort ausgestellt werden. Noch steht der Koloss bis zum 30. September im Landesmuseum Darmstadt
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Beitragvon donaldson » 29.08.2007, 10:39

Heute in der Frankfurter Rundschau



Der Kalender der Kelten auf dem Glauberg



Ein mystischer Ort: Das war der Glauberg zur keltenzeit vor rund 2500 Jahren. Etwas Mystisches strahlt der Hügel oberhalb von Glauberg in der östlichen Wetterau noch immer aus. Geschichtsträchtig ist er, in einem Landschaftsschutzgebiet an den Ausläufern des Vogelsberg reizvoll gelegen. Ein kulturhistorischer Lehrpfad führt vorbei an mächtigen Ringwällen, einem keltischen Wassserreservoir und Teilkonstruktionen aus der staufischen Zeit. Berühmt wurde der Glauberg, weil die Kelten ihre Fürsten hier begruben. Der rekonstruierte Grabhügel zeugt davon. Hier vollzogen Druiden in wallenden Gewändern ihre Kulthandlungen und brachten Opfer. So oder so ähnllich muss es gewesen sein. Genaues weiß man mangels schriftlicher Überlieferung nicht. Spekulationen gab es auch über den Zweck der 16 Pfähle, auf deren Reste Archäololgen in den 90er Jahren stießen und die sie als Teil eines keltischen Kalenders indentifizierten.

Die Pfähle sind nun fertig restaurieert, was am Samstag, 1. September, von 18 Uhr an gefeiert wird. Die offizielle Eröffnung des Kalenderbauwerks beeginnt um 19.30 Uhr. Bruno Deiss vom Physikalischen Veerein Frankfurt erläutert, wie die Druiden anhand der Pfähle Wochentage bestimmen konnten. Bei Anbruch der Dämmerung beginnt eine große Musik- und Lichtschau.
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