der kraftplätze hype

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der kraftplätze hype

Beitragvon Istivania » 01.06.2008, 09:04

ich weiß nicht seit einem jahr oder so habe ich das dumpfe gefühl das es einen wahren kraftplätze hype gibt. sprich bücher über kraftplätze und umgang mit diesen spriesen wie die pilze aus dem boden.



ich möchte nicht abstreiten das es plätze gibt die eine gewisse anziehungskraft haben. allein schon durch ihre geschichte.



aber das was ich in büchern über kraftplätze lese... da stellen sich mir als kultur und museums mensch die haare zu berge.

in england soll man "verunglimpfte und missbrauchte" kraftorte mit weihrauch und ritual wieder reinigen. jeder denkmal mensch bekommt hier horror visionen.



andere sagen, dies ist ein kraftplatz und vermarkten das ganze. ok gegen ein wenig geld machen habe ich ja grundsätzlich nichts. WENN es dem dem ort hilft! das bezweifle ich allerdings oft.



ich denke ein kraftplatz mus nicht immer ein ausgewiesener von kraftplatzleuten ausgewiesen sein. es kann auch eine bank mit schöner aussicht oder ein baum in einem park sein.

insoweit stehe ich diesem kraftplatz hype langsam skeptisch gegenüber. gebe zu habe auch schon nach kraftplätzen hier in bayern gesucht, und stellte fest. die besten liegen irgendwie immer vor der haustür. :wink:
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Beitragvon Thorhall Tyrmarson » 15.08.2008, 02:03

kraftplätze gibt es überall

für bestimmte techniken mögen die bekannten und zugänglichen plätze hilfreich sein

aber jeder kann seinen eigenen kraftplatz finden wenn er will

es ist "eh nur" irgendein ort an dem man sich rundum wohlfühlt und bestmöglich ungestört ist
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Re: der kraftplätze hype

Beitragvon Rati » 15.08.2008, 09:16

Istivania hat geschrieben:
ich denke ein kraftplatz mus nicht immer ein ausgewiesener von kraftplatzleuten ausgewiesen sein. :
Ich weis nicht ob ich darüber lachen oder mich angewiedert schütteln soll.... Kraftplatzleute.... :evil: am besten noch mit Wochenenddiplom von Hochhexe/-rich Mondenkind. :roll:



Du hast völlig Recht Istivania, nicht nur der allgemeine Hype ist traurig, sondern auch das Hip werden eines Platzes der seine Ausstrahlung nicht verbergen kann. Siehe Externsteine. Zu manchen Zeiten im Jahr ist dieser Platz verpestet. Zum Glück verliert er seine Kraft nicht durch die paar Ameisen welche da auf ihm rumtrampeln. Aus musealer Sicht ist es sicherlich erschreckend wenn irgendwelche substanzgefärdenden Rituale an historischen Stätten durchgeführt werden, aber die Kraft an sich wird dadurch zum Glück meist nicht getroffen.



Istivania hat geschrieben:es kann auch eine bank mit schöner aussicht oder ein baum in einem park sein.
Thorhall Tyrmarson hat geschrieben:kraftplätze gibt es überall ....aber jeder kann seinen eigenen kraftplatz finden wenn er will

es ist "eh nur" irgendein ort an dem man sich rundum wohlfühlt und bestmöglich ungestört ist
Genau. :)
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Re: der kraftplätze hype

Beitragvon Thorhall Tyrmarson » 15.08.2008, 12:07

Rati hat geschrieben:Zum Glück verliert er seine Kraft nicht durch die paar Ameisen welche da auf ihm rumtrampeln. Aus musealer Sicht ist es sicherlich erschreckend wenn irgendwelche substanzgefärdenden Rituale an historischen Stätten durchgeführt werden, aber die Kraft an sich wird dadurch zum Glück meist nicht getroffen.




die kraft dieser orte kann meiner meinung nach nicht zerstört werden

das diese orte so viele menschen anziehen spricht ja auch für sich

was sollen denn "ungläubige bzw unwissende" (ich weiß keine besonders gute bezeichnung aber zumindest auf den hintergrund zu den jeweiligen orten bezogen) können doch gar nichts kaputt machen

die kraft kann doch nur von denen beeinflußt werden die daran glauben

schließlich brennen die kirchen auch nicht gleich ab nur weil ich sie betrete,obwohl ich die stimmung kurzfristig darin versauen kann wenn ich mal laut odin rufe:wink:
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Beitragvon Istivania » 15.08.2008, 13:34

die kraft, energie oder nennen wir sie auch anziehungskraft wird zum glück wirklich nicht gestört.



nur sollte jeder der rituale an einem historischen ort machen möchte oder es durchführt sich auch der historischen bedeutung bewußt sein und diese auch achten.



sprich keine historische substans beschädigen oder in anspruch nehmen. damit dieser ort auch den menschen erhalten bleibt, die diese orte wegen seiner geschichte und den baulichen zeugnissen/ naturdenkmalen kommen.



wenn ich sehe das menschen wild über die klosterruinen des ehml. klosters der hl. hildegart von bingen trampeln. steine, runinen mit kerzenwachs, ritzungen oder sonstigen farben verunstalltet werden.... da blutet einfach mein denkmal und museums herz.



was mir wieder zeigt. einen wirklichen guten ritual platz erkennt man daran... das man ihn danach nicht mehr sieht... oder wenn natürliche materialien wie mehl etc. verwendet wurden nach einigen tagen wie "nie" besucht aussehen.



ich vermisse diese erklährungen, warnungen in jedem kraftplatz buch.
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Beitragvon Atropos » 15.08.2008, 17:42

Hm, hm ... ist das wirklich so, dass die Energie nicht gestört werden kann? Zerstört sicher nicht, da bewahre uns der Satz von der Erhaltung der Energie vor. Hoffentlich ist das nicht wieder nur so eine Krücke des menschlichen Denkens.



Was geht in einem vor, wenn man so einen Platz vollgeschmiert und zugemüllt sieht? Ärger. Und der verhindert, dass die Energie fließen kann, zumindest kurzfristig. Was ist aus den antiken Tempeln der Ägypter oder Mayas geworden, aus dem Tempel der Schaumgeborenen auf Zypern. Entweder sind die alten Mythen zerstört oder annektiert, wie die Bauwerke. Wenn Menschen nicht mehr an ihre Götter glauben, dann gehen die Götter unter. Armageddon, Ragnarök oder wie man es auch nennen will. Ich denke, Menschen laden diese Plätze mit der Kraft ihres Glaubens auf oder sie verschmutzen sie, sowohl geistig wie auch äußerlich.
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Beitragvon Rati » 18.08.2008, 11:57

Atropos hat geschrieben:Hm, hm ... ist das wirklich so, dass die Energie nicht gestört werden kann? ...... Ich denke, Menschen laden diese Plätze mit der Kraft ihres Glaubens auf oder sie verschmutzen sie, sowohl geistig wie auch äußerlich.
tja, ich würde behaupten hier kommt es nun darauf an ob der Platz menschengemacht oder reine Natur ist.

bei einem menschengemachten Kraftplatz also Tempel o.ä. den der Mensch tatsächlich mit seiner Energie aufgeladen hat, kann ich mir vorstellen das Missbrauch oder zerstörung der Stätte auch die Energiebündelung wieder aufheben. Bei einem natürlich entstandenen Platz gebündelter Kräfte glaube ich das höchstens die Verbindung zwischen Kraft und Mensch zerstört werden kann.
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Beitragvon Atropos » 19.08.2008, 17:24

Ich bin da nicht so optimistisch. Es gibt da z.B. den Uluru, größter Monolith der Welt, wohnhaft in Australien und größtes Heiligtum der ersten Australier. Auch bekannt als Ayers Rock. Dort werden massenhaft Touristen hingekarrt, nicht anders als bei Stonehenge oder Notre Dame. Die ersten Australier beschweren sich zurecht seit Jahren bei ihrer Regierung, dass das Herumklettern auf dem Berg (eine üble Respektlosigkeit) und der rasante Verbrauch des Wassers den Geist oder die Geister des Ortes zerstören könnte. Der Stein ist ein Relikt aus ihrer Traumzeit, also werden sie's wissen.



Ich finde auch nicht, dass den von Menschen geschaffenen Heiligtümern oder Kraftplätzen eine gewisse Unterordnung zukommt. Alles was da geschaffen wurde, wurde mit Rohstoffen aus der Natur geschaffen und diese mehr oder weniger umgemodelt. Die Bedeutung, die dem Stein der in der Wüste liegt oder der in England aufrecht in einer Reihe steht, zukommt, haben ihm Menschen gegeben.



Es ist unter uns Menschenkindern üblich, die Welt als Ansammlung voneinander getrennter Objekte zu sehen. Und dann werden diese hübsch in Kategorien und Klassen eingeordnet. Dabei hat alles Wirkung auf jeden und umgekehrt. Wir merken es mit unseren eingeschränkten Sinnen bloß (noch) nicht. Oder bezeichnen die Wirkung als chaotisch, weil wir die Ursache nicht erkannt haben. Ich befürchte, dass auch natürliche Kraftplätze von Menschen zerstört werden können. Die Energie selbst ist dann zwar hoffentlich nicht zerstört, aber eben nicht mehr an diesem Platz.
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Beitragvon Rati » 20.08.2008, 10:36

Atropos hat geschrieben:Ich finde auch nicht, dass den von Menschen geschaffenen Heiligtümern oder Kraftplätzen eine gewisse Unterordnung zukommt....
ich habe nichts von untergeordnet gesagt, sondern nur von verschieden. :)
Atropos hat geschrieben:....Ich befürchte, dass auch natürliche Kraftplätze von Menschen zerstört werden können. Die Energie selbst ist dann zwar hoffentlich nicht zerstört, aber eben nicht mehr an diesem Platz.
oder vielleicht an diesem Platz nur nicht mehr erreichbar. Wird der Platz wieder "gereinigt", besteht dann vielleicht wieder Zugang
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Beitragvon Thorhall Tyrmarson » 20.08.2008, 10:54

Rati hat geschrieben:
Atropos hat geschrieben:....Ich befürchte, dass auch natürliche Kraftplätze von Menschen zerstört werden können. Die Energie selbst ist dann zwar hoffentlich nicht zerstört, aber eben nicht mehr an diesem Platz.
oder vielleicht an diesem Platz nur nicht mehr erreichbar. Wird der Platz wieder "gereinigt", besteht dann vielleicht wieder Zugang




ich glaube nicht das die natürlichen plätze an energie verlieren da sie ja immernoch massen von menschen anziehen

diese wissen nur nicht warum sie überhaupt dort sind und was sie da machen könnten

wenn ich als kind an solchen plätzen war hat das immer eine sehr eigenartige faszination bei mir ausgelöst

aber wie gesagt damals konnte ich mir auch nicht erklären warum da, ich es nicht besser wußte

ich denke so geht es den meisten besuchern
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Beitragvon Rati » 21.08.2008, 11:42

da wir ja wissen, das jeder seine eigene Wahrheit sieht, müste ich vielleicht erklären wie ich mir die Energieflüsse an Kraftplätzen vorstelle, damit verständlich wird was ich meine wenn ich sage:
Rati hat geschrieben:bei einem menschengemachten Kraftplatz also Tempel o.ä. den der Mensch tatsächlich mit seiner Energie aufgeladen hat, kann ich mir vorstellen das Missbrauch oder zerstörung der Stätte auch die Energiebündelung wieder aufheben. Bei einem natürlich entstandenen Platz gebündelter Kräfte glaube ich das höchstens die Verbindung zwischen Kraft und Mensch zerstört werden kann.




Also,



Die Kräfte von denen wir hier reden erfüllen ja die gesamte Erde. Ich stelle mir das grob so vor wie das Magma unter der Erdkruste. (das ist wirklich ein grober Vergleich, da sich die Kräfte der Natur schließlich nicht nur im Erdinneren befinden.)



ein Kraftort, ist nun ein Platz an dem die Kräfte entweder durch natürliche Geschehnisse oder Menschlichen Eingriff mit der materiellen Welt verbunden werden. Aufs Magma bezogen wäre das dann ein Vulkan oder Gesyr auf der Seite der natürlichen Kraftplätze. Auf der Seite der menschlich geschaffenen Kraftplätze wäre dann zB eine Tiefenbohrung.

Der Vulkan lässt sich durch den Menschen nicht abstellen, der Gesyr lässt sich nicht verschließen. Würde der Mensch dies versuchen, gäbe es früher oder später eine ziemlich explosive Reaktion.

Die Tiefenbohrung ist abstellbar. Bohrloch schließen, alles i.O. Es sei den sie gerät außer Kontrolle, wie bei der Ölbohrung irgendwann diesen Jahres bei der dann plötzlich heißer Schlamm austrat und ganze Dörfer überflutet hat. Ist das eigentlich schon wieder eingedämmt?

Egal, jedenfalls ist der Magmafluss sprich die Kraftlinie in der Erde vom Wirken der Menschen meiner Meinung nach ziemlich unbeeindruckbar.



Was nun die Aborigines angeht, ist natürlich unbestreitbar das sie wissen was Schaden anrichtet. Nun vielleicht stellt der Uluru so eine Art symbiotischen Kraftplatz dar. Durch das stetige Wirken der Aborigines über Jahrtausende, ist aus dem ursprünglich reinem Naturkraftplatz ein teilweise menschlich Kraftplatz geworden. Dieser menschliche erschaffe´ne Zugang zur Kraft wäre dann natürlich gefärdet.
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Beitragvon Atropos » 22.08.2008, 14:52

Voilá da ist sie wieder, die Trennung. Die uns so lieb und teuer geworden ist. In dem Falle die Trennung von Natur und Kultur. Haut mich, aber ich sage, es alles eins. Wenn wir von Kraftplätzen reden, dann meinen wir sicher alle etwas Heiliges. Ein Ort, wo der menschliche Geist von einer Energie berührt wird, wo er sich geliebt und sicher fühlt. Na gut, bei einem Vulkan hat der Geist vielleicht auch Angst.



Wie wäre es, wenn wir aber etwas nehmen, was nicht ganz so groß und furchteinflößend ist? Z.B. einen Heiligen Eichenhain oder einen Teich. Die heiligen Bäume waren vielleicht ein Richtplatz oder der Schauplatz von Menschenopfern. Dem Teich haben die Leute Opfer gebracht, damit ihre Wünsche erfüllt werden. Später gab's dann Wunschbrunnen, in den Münzen geworfen werden. Die Bäume sind gefällt worden; für den Bau einer Kirche, wenn die frommen Eiferer dumm und geizig waren. Der Platz ist weg, aber die Energie ist vielleicht !!! noch da. Der Teich wird trockengelegt, damit die Leute nicht mehr dorthin sondern in besagte Kirche gehen. Dieder Platz ist definitiv futsch und die Energie? Ahhh ich weiß, hat sich in den Wunschbrunnen geflüchtet. Dann ist die Magie des Naturplatzes Teich in einem menschengemachten Wasserloch untergekommen ? :wink:



Dass alles was existiert, gleich ob banal oder heilig, in seiner Gesamtheit so eine Art Plasma und Brei oder was weiß ist bildet, ist ziemlich dich dran an dem, was wir Wissenschaft nennen, wenn man den Spaß auf subatomarer Ebene betrachtet. Wieder die scheinbare Trennung: Magie/Religion/Ehrfurcht vor Heiligem an einem Ende des (menschlichen Denk-) Universums und Wissenschaft am anderen Ende. Und peng: die Enden berühren sich; alle Welt reißt Mund und Augen auf. :lol:



So wie ich, als ich gehört hab, dass bei Null Kelvin Wasser in allen drei Aggregatzuständen gleichzeitig existiert. Ja, wie geht denn des? :shock: :lol: Weil ich es nicht verstehe, nenne ich es Magie und die anderen nennen es Physik. Dazu muss ich sagen, dass ich Wasser für etwas ausgesprochen Heiliges halte, egal ob Kaffee oder eine Kläranlage draus wird. Wahrscheinlich die Kläranlage noch mehr als Kaffee.



Was uns direkt zu der Frage führt: kann etwas Technisches, darüber hinaus noch angefüllt mit etwas Ekligem heilig sein? Alle die ein Schwert besitzen (technisch, menschengemacht) sind aufgerufen darüber zu meditieren, ob diesem Schwert (na gut, meinetwegen auch Werkzeug/Auto/Computer) etwas Spirituelles oder eine Intelligenz/Geist/Heiliges innewohnen kann. Achtung: Fangfrage! :lol:
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Beitragvon Thorhall Tyrmarson » 22.08.2008, 15:07

so ein schwert hat tatsächlich etwas heiliges an sich.

als ich mich mit meiner letzten freundin getrennt habe hat mich das wesentlich weniger gekümmert als mir dieses bastard das auto aufgebrochen hat, und mir meine waffen und ausrüstung gestohlen hat

ich habe zu meinen waffen eine sehr persönliche bindung und würde sie daher schon als heilig bezeichnen

es tut mir ebenfalls immer sehr leid wenn bei meinem ger der schaft bricht

man könnte meinen es tut mir weh wenn er bricht, zumindest fühle ich mich dann so

zumal die waffen ja auch göttern zugetan werden und somit eine gewisse heiligkeit eh innehaben
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Beitragvon Istivania » 24.08.2008, 10:14

ich denke mehr leute sollten so über ihre waffen nachdenken thorhall, dann würde nicht so viel unsinn geschehen!!

dem möchte ich noch hinzufühgen, waffen bedeuten eine große verantwortung, das sollte man auch nicht vergessen!!





was die besellung der dinge angeht. so glaube ich schon ab und zu daran, das mein compy dann abstürzt wenn er mir sagen will... "genug am rechner gesessen raus jetzt!" ... das auto streikt auf der autobahnauffahrt und keine 10 min später ein unfall weiter vorne auf der autobahn war....ein fahradhelm gefunden wird und troz seines sehr kindischen aussehens man merkt jetzt ist es sicherer.... könnte weitere dinge aufzählen, aber ich denke man sollte diese kleine hinweise ernst nehmen. man könnte sich viel erleichtern.



... aber ich gebe zu wo sind jetzt da die kraftplätze. * etwas leicht verwirrt bin *
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Beitragvon Rati » 25.08.2008, 13:14

Atropos hat geschrieben:Voilá da ist sie wieder, die Trennung..... In dem Falle die Trennung von Natur und Kultur. :
puh. ich stelle doch immer wieder fest, das der Umgang mit Worten viieeel schwieriger ist als der Umgang mit einer Waffe.

Wo du in meinen Worten eine Trennung erkennst, sehe ich nur Teile eines Ganzen. Wenn ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe, es ist töricht immer nur eine eine Seite einer Münze zu fixieren statt die Münze als ganzes zu betrachten, so meine ich damit nicht, das mensch vergessen soll das die Münze zwei Seiten hat sondern, das der Einfluss aller Seiten beachtet werden soll. Es ist ebend meiner Meinung nach nicht einfach ein "Brei," sondern eine Menükomposition mit vielerlei Gewürzen. :wink:

Atropos hat geschrieben:....Na gut, bei einem Vulkan hat der Geist vielleicht auch Angst....

Wie wäre es, wenn wir aber etwas nehmen, was nicht ganz so groß und furchteinflößend ist?….:
Den Vulkan hab ich doch nur als Beispiel genommen weil er ebend in meinem Beispiel mit dem Magma das natürliche Equivalent zu einem Kraftplatz wäre und nicht weil er so fürchterlich ist. Und was ich ausdrücken wollte, war ja das es ebend Punkte gibt an denen Die Kraft quasi von allein direkt gebündelt hervortritt und das andererseits der Mensch einen Platz zum bündeln der Kraft erschaffen kann (das ist dann zB die Tiefenbohrung).



So nun zum Teichbeispiel:

Atropos hat geschrieben:....Der Teich wird trockengelegt, damit die Leute nicht mehr dorthin sondern in besagte Kirche gehen. Dieder Platz ist definitiv futsch und die Energie? Ahhh ich weiß, hat sich in den Wunschbrunnen geflüchtet. Dann ist die Magie des Naturplatzes Teich in einem menschengemachten Wasserloch untergekommen ? :wink:
Der Teich ist nicht der Ort der Energie, sondern nur die Zugangsstelle (der Focus) zur Energie. Der Wasserhahn in einer Leitung sozusagen. Wenn also der Teich trockengelegt , der Wasserhahn abgebaut wird, ist die Energie immer noch vorhanden, nur der Zugang der sonst an dieser Stelle so leicht zu bedienen war ist nicht mehr vorhanden.

Der Wunschbrunnen stellt dann einen neuen – wenn auch migrigen Zugang dar.



Eigentlich sind die Kräfte / Energien überall erreichbar, wer möchte kann sich immer und an jedem Ort mit ihnen verbinden. Sicherlich sorgen Ereignisse die an bestimmten Orten vorgefallen sind für eine mehr oder weniger oberflächliche Verfärbung der Energien, aber wenn mensch tief genug dringt, wird er immer Zugang zur reinen Energie finden.



Atropos hat geschrieben:...Dazu muss ich sagen, dass ich Wasser für etwas ausgesprochen Heiliges halte, egal ob Kaffee oder eine Kläranlage draus wird. Wahrscheinlich die Kläranlage noch mehr als Kaffee.

....Was uns direkt zu der Frage führt: kann etwas Technisches, darüber hinaus noch angefüllt mit etwas Ekligem heilig sein? Alle die ein Schwert besitzen (technisch, menschengemacht) sind aufgerufen darüber zu meditieren, ob diesem Schwert (na gut, meinetwegen auch Werkzeug/Auto/Computer) etwas Spirituelles oder eine Intelligenz/Geist/Heiliges innewohnen kann. Achtung: Fangfrage! :lol:
Nun das mit dem ekligen ist ja auch wieder so eine Frage der Betrachtung. Ein Bauer wird den Klärschlamm als Dünger wertschätzen, Ein Biologe immer wieder aufs neue fasziniert sein (so wie du ja anscheinend auch) was die kleinen Stinkerbakterien alles können. Und der Stadttourist wird vielleicht die Nase rümpfen. Kurz gesagt ja, wer etwas darin erkennt das bemerkenswert ist, der kann es auch als heilig betrachten.



Jedes technische “Ding” das einen Schöpferprozess durchlebt hat,. trägt zumindest einen Teil der Energien seines Schöpfers. Da der Schöpfer, ebendso wie die Komponenten des Hergestellten ein Teil der Natur / des Ganzen sind, ist somit auch das technische “Ding” in seiner neuen Zusammenfügung immernoch und erneut Teil der Natur und deshalb sicher auch in der Lage Spirituallität zu beheimaten.

Es gibt ja in gewissen Kreisen die Ansicht, das zB Leitungswasser tot / energielos und für den Körper vollkommen unnütz ja wenn nicht sogar schädlich ist. Um das zu ändern werden dann (Wieder)Belebungsgeräte für Wasser angeboten. :roll: Da wird versucht das technische / kulturellen vom natürlichen zu trennen wobei paradoxer weise gleichzeitig mit einem technischen Aufbau die Trennung wieder aufgehoben werden soll. Nichts gegen Rosenquarz im Wasser, des zusätzliche Energien abgibt, aber Wasser ist nie tot, selbst hochdestilier ist es noch ein lebender reaktionsfähiger Stoff.



Ich hoffe es ist mir gelungen jetzt eher erkennbar zu machen, das ich keine Trennung zwischen Natur und Kultur sehe, wohl aber die Verschiedenheit der einzelnen Dinge die zusamme und aufeinander einwirken.
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Beitragvon Atropos » 26.08.2008, 19:29

Oje, jetzt haben's die Wassergläubigen aber wieder gekriegt. :wink:



Istivania, die Kraftplätze sind nicht weg. Das Schwert und das Auto sind sozusagen Mini-Kraftplätze. Technisch oder wenn so will künstlich. Und gleichzeitig - wie es so schön heißt - eine Verlängerung des menschlichen Körpers. Und gleichzeitig kann man den Körper und seine Verlängerungen heiligen oder Unsinn damit reiben, wobei der Unsinn tendenziell abnimmt, je besser das Heilige erkannt wird.



Anfangs haben wir unterschieden zwischen natürlichen Kraftplätzen einerseits, die nicht gestört werden können und künstlich hergestellten, die gestört werden können. Was wohl so viel heißen sollte, dass die einen stärker oder mächtiger sind als die anderen. Oder die Verbindung Mensch-Natur ist stärker als die Verbindung Mensch-Kultur. Das ist derselbe Streit, ob nun Menschen genetisch oder sozial determiniert sind. Meine Meinung: es gibt kein entweder oder.



Mit der Verlängerung ihres Körpers versuchen Menschen wieder hinzukriegen, was sie vorher versaut haben. Darin unterscheiden sich die kleinen Stinkeviecher (an dieser Stelle mal herzlichen Dank an alle Bakterien unter uns, die kostenlos für uns arbeiten; wenn es erstmal eine Bakteriengewerkschaft gibt, pfeift es aus einem anderen Loch) in der Kläranlage nicht von den Steinen im Wasser. Ihr verlorenes Einssein mit den Göttern (oder der Energie) biegen Menschen mit Kultur wieder hin. So gut es eben geht.
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Beitragvon Rati » 28.08.2008, 09:13

Atropos hat geschrieben:Anfangs haben wir unterschieden zwischen natürlichen Kraftplätzen einerseits, die nicht gestört werden können und künstlich hergestellten, die gestört werden können. Was wohl so viel heißen sollte, dass die einen stärker oder mächtiger sind als die anderen. Oder die Verbindung Mensch-Natur ist stärker als die Verbindung Mensch-Kultur. Das ist derselbe Streit, ob nun Menschen genetisch oder sozial determiniert sind.....
ja , wie ich schon geschrieben hatte, hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich hatte so viele Gedanken zum Thema im Kopf das meine Finger Kauderwelsch produzierten :oops: . Ich wollte ausdrücken das Kraftplätze für mich kein Ort sind an dem extra - oder besonders viel Kraft vorhanden ist, sonder "nur" eine Stelle an der eine Verbindung mit der Kraft besonders leicht ist. Da ist natürlich das Bild eines sprudelnden Vulkanes sehr irreführend. :roll:

Also egal was mit dem Kraftplatz passiert, die Energie ist nicht weg, sondern nur das Tor dahin. Und sollte dieses Tor aus sich selbst, ohne Einfluss des Menschen entstanden sein, aber durch menschlichen Einfluss geschlossen werden (See trockengelegt) wird es sich auch aus sich selbst wieder öffnen. Ob nun am selben oder einem anderen Ort sei dahingestellt.

Wenn das Tor durch den Menschen erschaffen wurde, ist es zwar ebenfalls nicht unnatürlich, aber auch nicht aus sich selbst entstanden. deshalb kann es auch durch menschliche oder anderere natürliche Ereignisse wieder versiegelt werden.

Wie gesagt, in meinem Gedankenbild hat das aber alles nichts mit der Energie an sich zu tun, sondern ebend nur mit einem erleichterten Zugang zu dieser Energie.

Atropos hat geschrieben:Ihr verlorenes Einssein mit den Göttern (oder der Energie) biegen Menschen mit Kultur wieder hin. So gut es eben geht.
War nicht das erschaffen von Göttern der Beginn des verlustets dieses Einsseins? Ich meine damit den Punkt des bewusten sich auseinandersetzen mit sich selber und der Umwelt. Also der Punkt an dem die Menschen begannen etwas als Ursache, Vertreter für bestimmte Dinge einzusetzen. Das Gespühr der Tieren, welches uns immer wieder so in Erstaunen versetzt, begründet sich ja darauf, das sie sich im entscheidenden Moment nicht auf ihre Inteligenz sondern auf ihren Instinkt verlassen oder?
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Beitragvon Atropos » 29.08.2008, 20:01

Nein, kein Kauderwelsch. Ich denke, du hast schon das ausgedrückt was du ausdrücken wolltest. Die Tradition der Trennung ist ja immer noch da. :wink: Das natürliche Tor richtet sich selbst wieder ein, das künstliche bleibt verschlossen? Das ist ja alles kein Beinbruch, ich wollte nur darauf hin weisen, wie oft wir bei unseren Meinungen die soziale Konditionierung von entweder-oder, schwarz oder weiß nachvollziehen. Geht mir selber so und ganz besonders bei meinen Lieblingsthemen "Immer uff das Christentum" und "Männer sind alle Verbrecher". :lol:



Das Erschaffen von Göttern? Ohoh, das ist der gelernte Atheist. :wink: Haben nicht vielmehr die Götter uns erschaffen oder erschaffen wir uns vielleicht gegenseitig?



Das Einssein mit den Göttern haben die Menschen m.E. verloren, als sie anfingen, nicht mehr in jedem Baum oder Stein oder Tier das Göttliche zu sehen. Als sie den Einen und Einzigen erdachten, der alle anderen als teuflische Dämonen zermalmte. Der keine anderen Götter neben sich duldete. Der eine sadistische ewig andauernde Hölle erschuf. Als keiner mehr ohne die Vermittlung von Priestern mit den Göttern sprechen durfte. Bis dahin standen die Menschen mit den Göttern auf du und du. Und die ganze Welt war göttlich. Auch ihre zerstörerischen Seiten.



Bewußtsein oder Intelligenz traten schon viel früher auf. Die haben meiner Meinung nach Menschen nicht gehindert, die Welt als Ganzes zu sehen und anzunehmen. Sie haben sie auch nicht gehindert, Tiere und Pflanzen als Geschwister zu sehen. Wir sind uns sicher einig, dass menschliche Intelligenz eine Fortsetzung tierischer Intelligenz ist. Ich wüßte bloß gerne wozu und warum gerade wir. Warum nicht Vögel - stammesgeschichtlich viel älter als wir - oder Fische, deren Lebensraum viel größer ist und damit auch das Entwicklungspotential.



Instinkt-Intelligenz; eine neue Trennung? Ich möchte wirklich niemanden ärgern, aber das ist ein Paradebeispiel. Warum das polarisieren? Warum soll die "natürlichere" Verhaltensweise Instinkt besser sein als Intelligenz? Ich denke, es ist im Grunde dasselbe. Instinkt ist eine intelligente (zweckmäßige) Verhaltensweise, die vor vielen Generationen erlernt und erprobt wurde und deshalb nicht hinterfragt werden muss. Instinkt kann uns aber ganz schön in die Irre führen: beim Anblick einer Schlange geht jeder auf Distanz (instinktives Wissen) wenn er nicht gerade ein Schlangenkundiger ist, obwohl nur wenige Arten gefährlich sind. Beim Anblick einer Schusswaffe bleibt jeder ruhig, obwohl diese potentiell immer gefährlich ist. Bei diesem Versuch (der tatsächlich so gemacht wurde) lagen sowohl Schlange als auch Waffe in einem ansonsten leeren Raum auf einem Tisch.



Wie falsch menschliches Wissen gerade bei der Intelligenz liegen kann, haben zu ihrer Ehrenrettung gerade erst die Neurowissenschaftler eingeräumt. Bisher nahm man an, dass allgemein Instinkt in der Amygdala und Intelligenz in der Großhirnrinde sitzt, weil das bei uns so ist. Wenn andere Arten eine andere Hirnorganisation aufwiesen, konnten sie eben nicht intelligent sein. Weit gefehlt. Bei Vögeln laufen die kognitiven Leistungen im Kleinhirn ab und die Großhirnrinde ist ziemlich schmal.



Ich will damit sagen, dass die Trennung von Instinkt und Intelligenz bloß ausgedacht ist; ein menschliches Denkmodell, das sich schon selbst ad absurdum geführt hat. Und so geht es mit vielen Unterscheidungen. Sie haben eine ziemlich kurze Halbwertzeit.
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Beitragvon Rati » 28.09.2008, 22:23

Atropos hat geschrieben:Nein, kein Kauderwelsch. Ich denke, du hast schon das ausgedrückt was du ausdrücken wolltest. Die Tradition der Trennung ist ja immer noch da. Wink Das natürliche Tor richtet sich selbst wieder ein, das künstliche bleibt verschlossen?
Hach ja, wie war das doch gleich... die Wahrheit ist ein Land ohne Pfad. :wink: Zwischen einem Brunnen und einer Quelle besteht für mich halt ein Unterschied und das Wasser ist das selbe.*schulterzuck*

Aber, na gut Atropos, ja ich stehe darauf das Ganze in seine Einzelteile zu zerlegen und dann darüber zu staunen wie doch das eine das andere braucht, sich miteinander verbindet um ein Ganzes zu werden. Mich interessiert dabei aber nicht die Trennung sondern die Verbindung der einzelnen Teile. So wie die ersten Anatomen zuerst einmal heimlich Leichen sezierten um zu verstehen wie der gesamte Körper funktionieren kann.

Atropos hat geschrieben:Das Erschaffen von Göttern? Ohoh, das ist der gelernte Atheist. Wink..
.. :lol: da ist wohl was wahres dran.
Atropos hat geschrieben:...Haben nicht vielmehr die Götter uns erschaffen oder erschaffen wir uns vielleicht gegenseitig?



Das Einssein mit den Göttern haben die Menschen m.E. verloren, als sie anfingen, nicht mehr in jedem Baum oder Stein oder Tier das Göttliche zu sehen. Als sie den Einen und Einzigen erdachten, der alle anderen als teuflische Dämonen zermalmte.
so ungefähr hatte ich es gemeint, allerdings beziehe ich mich da schon auch auf frühere Vielgötterkulturen, das einsetzen von Wesenheiten mit Plänen, statt dem reinen wirken von Kräften die ebend einfach nur sind, ohne Ziel und Plan und Anspruch auf irgendetwas.
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Beitragvon Atropos » 01.10.2008, 11:24

Es gibt keinen Plan. Da muss man erstmal drauf kommen. :wink: Und Sinn erst recht nicht.
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Beitragvon Rati » 02.10.2008, 21:53

Atropos hat geschrieben:...Und Sinn erst recht nicht.
jedenfalls keinen der über das leben an sich als Sinn hinausgeht. Meine Meinung. *vorsichtiges Lächeln*
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Beitragvon Rati » 04.10.2008, 22:15

Ich möchte noch einen meiner Gedanken zu Kraftorten, insbesonders den von mir so benannten natürlichen Kraftorten zu besten geben.



Normalerweise ist es ein Ort an dem irgendeine imopsante Naturerscheinung vorliegt. Also, Felsen oder alte Bäume, ein See oder Wasserfall zum Beispiel. Allgemein wird diese physische Erscheinung dann als Auslöser der besonderen Bündelung der Kraft betrachtet.

Was wäre nun wenn der Ort nicht auf Grund der besonders eindrucksvollen Präsentation von Leben ein Kraftort wäre, sondern sich die einducksvolle Naturwirkung auf Gund einer unabhänig vom physischen Erscheinungsbild vohandenen Kraft erst entwickelt hätte?

Ich finde leider keine Entsprechung die nicht auch ein wenig hinkt, aber sehen wie mal die Kräfte als die Lufthülle der Erde an, dort gibt es große immerwährende Strömungen und Wirbel auf Grund derer sich an manchen Stellen Wüsten oder grüne Wälder bildeten. Da ich mir die Kräfte und Energien von denen wir hier sprechen auch als in Bewegung vorstelle, gibt es mit Sicherheit auch dort Wirbel, Strömungen und ähnliches. Solche Stellen wären dann natürliche Bündelungen der Kraft... natürliche Kraftplätze ebend.

Und wenn das so wäre, dann hätte ein abholzen der Bäume oder ein trockenlegen des heiligen Weihers keinerlei Auswirkung auf die Kräfte an diesem Ort, da sie ja überhaut nicht in Verbindung damit ständen.

Vielleicht kann ich so ein wenig verständlicher machen was ich damit meine wenn ich sage das die Energien an einem natürlicher Kraftplatz meiner Meinung nach vom Menschen nicht zum versiegen gebracht werden können.
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Beitragvon Atropos » 05.10.2008, 12:55

Was den Sinn angeht, würde ich sogar noch weiter gehen. Das Leben oder Existenz überhaupt hat keinen Sinn im Sinne von "wozu". Leben oder Nichtleben, Existenz oder Nichtexistenz sind gleichviel. Man merkt, es geht auf die Wintersonnenwende zu. :wink:
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Beitragvon Njolbrauting » 02.02.2009, 16:01

Ich denke, das was meist als Dasein/ Existenz angesehen wird, ist ohnehin nur sehr undifferenzirt bestimmt,

will heißen; die Essenz, die Substanz, also der Geist der Natur selbst ist ewig vorhanden und ewig lebendig. Leben.

Sie manifestiert sich aber in jeder einzelnen Existenz neu und hier will ich den Bogen zu Rati schlagen, denn die Urkräfte versiegen nicht!
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Beitragvon Atropos » 03.02.2009, 20:05

Und da fragt Mephistos Lehrling mit Augenaufschlag :wink: :

Was ist die Urkraft? Der Geist der Natur? Und welcher Natur ist dieser Geist? Ahhh, das fünfte Element, die Quintessenz. Was wiederum gar nichts erklärt; ein Wort wird bloß durch ein anderes Wort ersetzt. Das ist die Stelle, an der die Götter ihren Job aufnehmen.



Eins stimmt allerdings: die Energie versiegt nicht. Erster Satz der Thermodynamik; schnöde Physik ganz ohne Meta. Und noch eins: JEDES einzelne Elementarteilchen, das heute existiert, entstand zu Zeiten des Urknalls. Mann, die haben was erlebt! Na, irgendwann kommen wir dahinter.
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