Der Questenberg in Questenberg

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Der Questenberg in Questenberg

Beitragvon Aelinor » 19.09.2006, 19:57

das im tal der nasse (gehört zur karstlandschaft, gipsgestein, länge über 100km, 20000karsthohlformen, wie erdfälle und dolinen, mehr als 200 höhlen, 100 bachschwinden und quellen, epiodische seen) gelegene dorf questenberg im kyffhäusergebiet ist auf vir seiten von markanten und historisch bedeutungsvollen gipsbergzügen umgeben.nordöstlich des dorfes der burgberg mit seiner rechteckigen ruine (1349 erstmals urkundlich erwähnt). im südosten der arnsberg (angeblich soll feldherr arminius sein lager vor der schlacht gegen den markomannenführer marbod dort aufgeschlagen haben) mit einer bronzezeitlichen wallanlage. weiter im tal liegt die klause, ein befestigte und wohl ständig bewohnte höhensiedlung der frühen latenezeit, sowie reste eines herrensitzes aus dem hochmittelalter (11.-13.Jhd.9. dahinter auf dem klauskopf befinden sich ruinen einer wallburg aus der frühen eisen- bis latenezeit mit holz-erd-wällen.



auf dem berg im südwesten (290m hoch) unzieht ein ringwall (360 auf 150m) der frühen eisenzeit die nach osten vorspringende bergkuppe. auf ihm steht ein 10m hoher eichenstamm. auf einem querbalken wird jährlich zu pfingsten der questenkranz befestigt, dieser besteht aus belaubtem reisig, zudem sind am querbalken an beiden enden reisigbündel angebracht. ein weiteres reisigbündel befindet sich auf dem stamm. der berg, der stamm, der kranz und die bündel tragen den namen queste. die zeremonie der erneuerung des kranzes wurde rstmals zu beginn des 18.jhds. beschrieben, doch schon im wappen des ritters heinrich von rode (um 1360) werden drei berge dargestellt und auf dem mittleren ist ein baum zu erkennen.

die symbolik der queste lässt auf fruchtbarkeit zur mai- und frühlingszeit schliessen.



Ernst kiel, tausendjährige reich (1995, seite 439:

vieltausend questen standen einst. wohin die edlen von atlantis kamen, die des nordischen lichtbringers träger waren, und wo sie ihren wanderstab zur ruhe stellen, da bauten sie ihr heiligtum, die hohe queste, ein eben ihres glaubens....

die urreligion der nordischen rasse, des fähnleins des letzten aufrechten atlantischer fastgottlichkeit, soll bis nach kanaan gedrungen sein und moses habe das uralte heilige licht erblickt, die queste, *inmitten einer brombeerhecke*



eine sonnenverehrung ist seit dem neolithikum kontinuierlich nachweisbar. der aufrechte stamm verkörpert den weltenbaum, die achse zwischen himmel und erde, verbindung zwischen höherem und niederem bewußtsein, vielleicht das rückgrat der menschen (durch das die göttliche schöpferkraft unsere psychischen zentren(chakren) aktiviert).



der kranz auf dem eichenstamm birgt ein kreuz. das radkreuz symbolisiert die vier elemente, die vier himmelsrichtungen, die vier jahreszeiten und somit auch den jahreskreis. welten baum und radkreuz sind somit sinnbild für überragende und unergründliche kosmische ordnung. früher wurde ein radkreuz auch queste genannt.

gleichzeitig bedeutet queste aber auch in dermittelalterlichen epik die suche nach dem gral. hildegard von bingen sprach von lebendigem licht (quest als die suche nach diesem licht)



in ganz europa ist kein ähnliches fest, wie das questenfest bekannt.



schon in der mittelsteinzeit gab es sesshafte jäger am questenberg, in der jungsteinzeit gibt es bedeutende funde der bandkeramiker..spätestens gegen ende der bronzezeit als die hallstattkultur in den harzer raum kam, ist sonnenverehrung nachweisbar.

im 6. und 5.Jhd. v.chr. siedelten hermunduren auf dem questenberg.



quelle: clemens zerling - götter- götzen- gralstempel





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Aelinor
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