Die Externsteine im Teutoburger wald

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Die Externsteine im Teutoburger wald

Beitragvon Aelinor » 20.09.2006, 21:37

wer kennt sie nicht, hat sie noch nicht besucht, noch nicht von ihnen gehört. jährlich strömen tausende von touristen aus in- und ausland zu den felsen nahe horn..ein überdimensionaler parkplatz, souveniershops und restaurantes zeugen von den besuchern..



doch in den späten abendstunden wird es ruhig an den externsteinen, der beste zeitpunkt diese stätte zu besuchen..ehrfürchtig und ergriffen sind viele von ihrem anblick..



die externsteine, dreizehn einzelne, freistehende und nackte felsen von ungleicher höhe, die in einer reihe von südost nach nordwest stehen. eine alte strasse, auf der schon bernstein und salz von west nach ost transportiert worden, trennt die ersten neun felsen von den anderen vier.

die externsteine gehören zum östlichen ausläufer des osninggebirges (seit 19.Jhd. teutoburger wald).

die älteste bezeichnung AGISTERSTEYN soll vom althochdeutschen agalasta 8elster9 herrühren. eine namensgebung vom benachbarten eggegebirge (egge=grat, bergkamm) ist auch möglich. genau wie die ableitung vom altdeutschen eke8schwedisch ek, angelsäsisch ac, aec und englisch oak) für eiche, also eichenhain.



einen heiligen hain bei den externsteinen erwähnt die älteste urkunde bereits 1093. jakob grimm glaubte den namen von ehe-gestern-stein ableiten zu dürfen..desweiteren gibt es die bezeichnung eggesternenstein, sternstein nahe der egge (im zweiten felsen soll ein gestirnsheiligtum gewesen sein). jedoch tritt der name immer in de einzahl, stein auf.

einige hopi-indianer die auf deutschlandtournee waren und die steine besichtigten, sprachen sogleich als sie den namen hörten von eckensteinen, ecksteine des himmels.



heute streitet man sich darüber ob die externsteine je kultische bedeutung hatten, bis im 11. Jhd. christliche mönche dort auftauchten. forscher legten im 19.Jhd. eine urkunde von 1093 vor, in der der kauf der externsteine durch das paderborner klosters abdinghof besiegelt ist. die mönche erwarben die steine von einer edelfreien sächsischen sippe, die dort, in einem heiligen hain(nemus9, ihre kult- und gerichtsstätte besass. die paderborner mönche sollen die absicht gehabt haben in die felsen die drei wichtigsten felsheiligtümer von jerusalem nachzubilden. jedoch ist dies nicht belegt oder je nachgewiesen worden, zudem fehlt eine gesamtuntersuchung des ortes bis zur heutigen zeit.



kleine funde beweisen die besiedlung der felsen durch rentierjäger der späten altsteinzeit seit 10000 v.chr., zwei der höhlen sind mit sicherheit bereits in vorchristlicher zeit angelegt wurden.



vier der felsen bildn die hauptanlage der externsteine..

felsen 4 grüßt mit einer kopffigur, einem göttergleichen relief, es trägt den namen rufer und lässt an wodan/odin denken.

dicht neben dem strassendurchlass, dem jahrtausende alten hellweg, sieht man eine riesige figur. sie erinnert an einen gekreuzigten , doch hat diese natur diese abbildungen quer über die externsteine gezogen und man weiss nicht ob mönche nachgeholfen haben..manche sehen auch odin darin, wie er am weltenbaum hing mit einem speer verwundet, geweiht dem odin, sich selbst geweiht, als er die runen empfing.

auf der rückseite von felsen 4 beeindruckt ein kolossaler stein, der nur mit seiner spitze auf einem felsen aufliegt..dieser könnte sich bei sturm bewegen..wurden so durch das knirschen dröhnende geräusch die götter befragt?..dieses phänomen nennt man wag- wahrsage, gottesgerichts- oder wackelstein

zum felsen nummer 2 führt eine treppe, im oberen teil öffnet sich ein kleines unregelmäßiges plateau..auf beiden seiten befinden sich bankartige felssitze. eine kleiner steg führt nun zu felsen 2 , zu einem geheimnisvollen sacellum, ein unregelmäßiger raum der früher überdacht war..man rätselt zwischen einem nachbau der golgatha kapelle aus dem mittelalter oder einem archaischen sternenheiligtum..eine kreisrunde fensteröffnung nach nordosten fängt am 21. juni zur sommersonnenwende exakt den ersten sonnenstrahl am horizont auf..davor erhebt sich eine art ständer, ein altar oder doch ein raum germanischer sternenforschung? ein rundloch im boden der gipfelspitze steht mitten im zentrum des sacellumfensters und ein mysteriöser schacht vor felsen 2 lotrecht in einer peillinie zum sonnenaufgangspunkt am tag der mittsommerwende..brunnen, opfergrube, oder verbindung zum erdinneren? oder gar als rundloch zur standfesten aufnahme der irminsul, einer hölzernen nachbildung der weltensäule.

an einem kleinen vorfels am fuße des felsens, kanzel genannt, sollen priester den pilgern und wallfahrern gepredigt haben oder hielt auf dieser kanzel arminius, der cheruskerfürst seine reden zu den stämmen an hohen festtagen? desweiteren soll auf felsen 2 der sitz eines von priesterinnen gehüteten überegionaken orakels gewesen sein, die heimstatt veledas.

der felsen 1 weisst die meisten eigentümlichkeiten auf....
Zuletzt geändert von Aelinor am 21.09.2006, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Rati » 21.09.2006, 06:57

Selbst wenn die Externsteine nicht die erhoffte alte Kultstätte sind, so haben sie doch eine unglaubliche Ausstrahlung die mensch unbedingt erleben sollte. Aus bekannten Gründen aber lieber nicht zur Sommersonnenwende.
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Beitragvon AWS » 24.09.2006, 19:28

Veleda ist wohl die bekannteste Seherin aus der Zeit unseren Altvorderen.

Nach meinen Informationen hat sie aber weiter im Norden gelebt. Es heißt auch, dass sie auf einem Turm gelebt haben soll, aber von einem Felsen war da keine Rede. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass die Externsteine hierfür ausfallen.

Als Jugendlicher war ich einmal bei den Externsteinen, ohne etwas von ihnen gehöhrt oder gelesen zu haben und ich muss sagen, dass sie mich unwahrscheinlich fasziniert haben. Ich konnte es mir nicht erklären aber ich bin jeden Tag dort hingegangen weil ich dort eine innere Ruhe gefunden habe, die ich bis dahin nicht kannte. Ich meine, dass jeder diese Steine erlebt haben muss.



Gruß



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Beitragvon Wolfsblut » 19.11.2006, 17:25

Die Externsteine sind wirklich ein beeindruckender Ort, jeder der schonmal dort war wird das bestätigen können.



Nun auch mal ein kleines Bild von einem Teil der Steine:

Bild
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Beitragvon Istivania » 19.11.2006, 19:49

uhhh das sieht ja richtig gut aus. mal von der magischen und kultplatz seite abgesehen. ich mag einfach schoene naturplaetze. :D
Nichts ist stärker als eine Idee deren Zeit gekommen ist.
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Beitragvon Rati » 20.11.2006, 15:10

ja, bei dem Anblick steigt gleich wieder Sehnsuch in mir auf
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Beitragvon Berthold von Krukow » 21.11.2006, 09:05

Bild Bild



Hier mal aus einer ganz anderen Perspektive.



Gruß Berthold
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Beitragvon Rati » 21.11.2006, 15:23

wow, auch nicht schlecht. Selber geschossen?
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Beitragvon Berthold von Krukow » 22.11.2006, 08:28

lol ne Rati, aber selbst gefunden bei www.immowelt.de -> Luftbilder



oder Du guckst bei Google earth.



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Beitragvon Rati » 22.11.2006, 15:09

aha, dachte mir schon, entweder schlechte Kamera oder Satellitenbild.
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Beitragvon andi » 01.12.2007, 00:17

ich habe da zu den Externsteinen eine sehr interessante Seite entdeckt:EFODON e.V.-die Externsteine mal eine andere Sichtweise ....man muß ja offen bleiben



http://www.efodon.de/
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Beitragvon Rati » 03.12.2007, 06:45

andi hat geschrieben:ich habe da zu den Externsteinen eine sehr interessante Seite entdeckt:EFODON e.V.-die Externsteine mal eine andere Sichtweise ....man muß ja offen bleiben
Ich hab mal ein paar Sachen auf der Seite überflogen. Mm..ja, manches sehr interessant manches schon bekannt und manches trägt nur ein hübsches Gewand. Ups, der Reimteufel so früh am Morgen?? :roll:



Also kurz und gut. Mir persönlich ist es nicht so wichtig ob es nun eine Kultstätte oder ein Narichtenknoten oder was auch immer war.

Da aber die Kraft der Steine tatsächlich spürbar, sie stellt sich für mich als enormes Gefühl der Geborgenheit dar, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen das unsere Ahnen unberührt davon blieben.
"Was ist ist
Was nicht ist ist möglich
Nur was nicht ist ist möglich"


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Habs geschafft......

Beitragvon andi » 11.07.2008, 22:34

Ich war jetzt letzte Woche zweimal bei den Externsteinen ,allrdings leider nur Tourimäßig ohne Feslsen 5-13 mal unter die Lupe zu nehmen aber ich muß sagen... äußerst interessant ,da muß ich noch mal hin wobei mir das ganze einen etwas entweihten Eindruck gemacht hat.....
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