Sonnenobservatorium von Goseck

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Sonnenobservatorium von Goseck

Beitragvon Aelinor » 19.12.2006, 15:47

in goseck (sachen-anhalt) wurde in 25km östlicher entfernung von nebra (himmelsscheibe) eine kreisanlage von 75m durchmesser entdeckt..

diese, rund 2000 jahre ältere anlage als stoneenge in england, bestand aus drei holzringwällen mit jeweils 3 angelegten toren..ähnlich wie die nebra-scheibe ist die anlage nach astronomischen berechnungen erbaut..

mit ihrem alter von 7000 jahren ist diese jungzeitliche anlage das älteste henge der welt, welches auch für religiöse zwecke benutzt wurde..

durch das südosttor sah man um 5000 v.u. z. die sonne zur wintersonnenwende am 21. dezember aufgehen und durch das südwesttor untergehen..wenn man aus beiden toren jeweils eine linie zur mitte zieht, schneiden sie sich im winkel von 97,3 grad...und diese 97,3grad sind etwa der winkel, den die sonne zur wintersonnenwende in mitteldeutschland überschreitet..in dänemark beispielsweise ist dieser winkel kleiner, in italien grösser..



Von Juni bis Oktober 2005 wurde die Anlage auf dem mittlerweile vollständig freigelegten Areal rekonstruiert. Die Eröffnung fand am 21. Dezember 2005 statt, dem Tag der Wintersonnenwende.



quelle: private aufzeichnung..

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreisgrabe ... von_Goseck

http://www.praehist.uni-halle.de/goseck/index2.htm

http://www.sonnenobservatorium-goseck.de/
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Beitragvon donaldson » 11.09.2007, 12:40

Ich war vor kurzem in Goseck und wollte eigentlich was darüber schreiben. Aber da habe ich, mal wieder in der Frankfurter Rundschau, folgendes gefunden:



"Zwei (!) konzentrische Holzpalisadenringe aus 1675 Eichenstämmen - so benutzte bereits die Jungsteinzeit die Holzarchitektur, um den Lauf der Sonne festzuhalten. Dazu ließ der Mensch etwa 4800 Jahre vor Chr. drei Öffnungen in der Einfriedung aus Eiche frei. Heraus kam ein Wunder, das in der Erde so nachhaltig Wurzeln schlug und auf immer Kreis in den Acker tätowierte, dass all das 1991 wiederentdeckt werden konnte, aus der Vogelperspektive, auf einem luftbildarchäologischen Erkundungsflug.

Seitdem gilt das Feld von Goseck, wo der Blick in die Saalelandschaft geht, als der Fundort des ältesten Sonnenobservatoriums der Welt, 2000 Jahre älter etwa als Stonehenge. Die 71 Meter des Ringgrabens von Goseck stehen am Anfang derjenigen Geschichte, mit der der Mensch, den Lauf der Sonne fixierend, die Herrschaft über die Zeit zu gewinnen trachtete. Das Wunder von Goseck, das 2005 rekonstruiert wurde, hat im Laufe der letzten Jahre astronomischen Beistand durch den Fund der etwa 4000 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra erhalten, 40 Kilometer entfernt, immer Saale und Unstrut entlang.



Was jedoch dem Kultort Goseck noch fehlte, war das profane Weltwunder. Gestern wurde die Sensation öffentlich gemacht - ein Fund in Sichtweite der Eichenpalisaden. Gruben doch Archäologen Reste einer Steinzeitsiedlung aus, mit einem Felssteingerätedepot, Spuren eines Langhauses, einem Kindergrab.
Einen Saal sehe ich, sonnenglänzend, mit Gold gedeckt, zu Gimle stehn: wohnen werden dort wackere Scharen, der Freuden walten in fernste Zeiten.
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